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Level: Fitness 4 / Level Technik: 5 Kilometer gesamt: 395/435 Höhenmeter gesamt: 12550/14000
Von all den Transalptouren, die ich gefahren bin, ist diese defintiv eine der Schönsten! Nach nicht allzu schwierigen Anstiegen wird man mit fantastischen Trails und wunderschönen Landschaften belohnt.
1.Etappe OBERSTDORF - ST. ANTON, Kilometer: 50, Höhenmeter: 2000
Früh Morgens geht bei uns die Post ab, Treffpunkt zum Transfer nach Oberstdorf ist 7.30 Uhr vor dem Alpina Hotel in Garmisch Partenkirchen. Um 10 Uhr sitzen wir bereits auf unseren MTB`s und starten an der Skisprungschanze in Oberstdorf. Nach ca. 700 Höhenmetern auf Asphalt wird der Weg über den Pass anfangs gleich so kompliziert, so dass wir unsere MTB für ca. 20 Minuten schieben müssen. Die Abfahrt ist ein wahrer Genuss für technische Fahrer; wer hingegeben ab und an absteigen muss, der wird Zeit haben, die wunderbare Landschaft zu genießen. Die Route führt uns weiter bergauf zum Flexenpass und Arlberg, auf einfachen Nebenstraßen. Gegen Ende der Tagesetappe wird es noch einmal ernst: wir müssen einen steilen Hang hinauf ins Skigebiet. Nach einer technischen Abfahrt haben wir den Abend in St. Anton zur Entspannung.
2.Etappe ST. ANTON - GARGELLEN, Kilometer: 50, Höhenmeter: 1700
Vor uns erhebt sich die Silvretta Gebirgsgruppe. Die typischen Landschaften der nördlichen Alpen werden uns den ganzen Vormittag lang begleiten, wenn wir auf Schotterwegen rund 1000 Höhenmeter hinauftreten. Nach einer Pause auf einer Hütte bei 2300 m NN stürzen wir uns auf einer atemberaubenden Abfahrt hinunter bis zum Stausee des Skigebiets Galtür; ein paar Single Trails machen das Ganze noch interessanter. Durch das Montafon-Tal biken wir am Nachmittag bis zum Örtchen Gargellen hinauf.
3.Etappe: GARGELLEN - AROSA, Kilometer: 60, Höhenmeter: 2350
Los geht’s heute mit Schotterwegen und ca. 400 Höhenmetern, danach müssen wir das MTB mal wieder tragen, weitere 400 Höhenmeter. Jemand hat mal gesagt, je schwieriger der Anstieg, desto schöner das Panorama! Die Abfahrt auf Trails und Single Trails zahlt alle Anstrengungen voll zurück. In der Schweiz bei Klosters angekommen geht’s wieder bergauf für ca. 1000 Höhenmeter. Im Schnitt ist die Strecke zwar recht technisch, aber durchaus fahrbar, und führt uns letzten Endes zu einer fabelhaften Hochebene. Ab jetzt heißt es Swisstrails pur: Die Abfahrt ist einfach gigantisch und führt durch Bergdörfer, die uns in eine andere Welt versetzen. Noch ein letzter Trail. Abschließend geht es nach Arosa hinauf, dem renommierten Skigebiet und nettem Städtchen im Kanton Graubünden.
4.Etappe: AROSA – SAVOGNIN, Kilometer: 50, Höhenmeter: 1800
Der erste Anstieg heute im Skigebiet ist ziemlich anspruchsvoll, ca. 800 Höhenmeter. Vom Gipfel aus können wir schon den Trail auf dem Kamm sehen, den wir entlang fahren werden. Uns erwartet eine grandiose Abfahrt über ca. 1700 Höhenmeter, auf den verschiedensten Terrains. Anfangs sehr steil und technisch, dann eher sanft und schnell. Auf ruhigen Asphaltstraßen bringt uns ein letzter Anstieg über ca. 600 Höhenmeter nach Savognin.
5.Etappe SAVOGNIN – CHIAVENNA, Kilometer: 70, Höhenmeter: 1900
Auf Waldwegen radeln los wir in Richtung Julierpass, Verbindung zum Engadin und somit St. Moritz. Dieser Pass wurde bereits von den Römern gebaut. Interessanterweise legten die Römer aus strategischen Gründen häufig noch einen zweiten parallelen Weg an. Auf dieser Nebenroute, auch „top of Engadin“ genannt, werden wir uns bewegen. Beim Anstieg haben wir den Bernina Gletscher vor Augen. Bei der Abfahrt folgen wir auf einem schwierigen Trail den römischen Spuren, die überraschend gut erhalten sind. Danach geht es bis Chiavenna meist leicht bergab, so dass wir also zum Tagesende mit guter Geschwindigkeit durch das Val Bregaglia sausen, für mich ein authentisches „Museum“.
6.Etappe CHIAVENNA – SAN BERNARDINO, Kilometer: 65, Höhenmeter: 2400
Der Tag heute hält Überdosis an Singletrails für uns bereit. Zuallererst werden wir den historischen Splügerpass hinauftreten, um wieder in die Schweiz zu gelangen. Ein anspruchsvoller Anstieg über 1800 Metern, auf Asphalt! Der Singletrail, der dann folgt, verlangt schon etwas Geduld, denn er hat eine Gesamtlänge von 7 Kilometern. Angekommen im Ursprungstal des Rheins werden wir bis zu seinen Quellen hinaufradeln, um uns dann den nächsten super langen und atemberaubenden Singletrail hinunter zu stürzen. In San Bernardino kommt man mit so viel Adrenalin im Blut an, dass man eigentlich gleich mit der 7. Etappe weiterfahren könnte.
7.Etappe SAN BERNARDINO – ASCONA, Kilometer: 70/100, Höhenmeter: 300/1800
Heute geht es den ganzen Tag mehr oder weniger bergab, insofern als dass San Bernardino auf einer Höhe von 1650m und Ascona nur auf 200 m NN liegt. Anfangs werden wir auf der alten Passstraße fahren: die vielen aufeinander folgenden Kurven garantieren Spaß pur! Weiter geht’s auf einer ehemaligen Bahnstrecke und auf Radwegen bis nach Ascona am Lago Maggiore. Wer noch Lust hat, kann hier noch eine extra Tour bergauf machen, um das grandiose Panorama über Locarno und den Lago Maggiore zu genießen. Die Abfahrt über die ehemalige Skistation von Cardada ist ein Abschluss, der Lust auf mehr macht.
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